Zielsetzung

Warum Sie durch die richtigen Ziele Stress abbauen

Ich bin der festen Überzeugung, dass man sich im Leben immer wieder Ziele setzen sollte, um langfristig glücklich zu sein und zu bleiben. Ziele sind dafür da, dass Sie stetig in allen Bereichen des Lebens wachsen. Sie erinnern Sie täglich daran, was Ihnen wirklich wichtig im Leben ist. Eine wichtige Eigenschaft, die man für das Erreichen eigener Ziele benötigt, ist Beharrlichkeit. Beharrlichkeit bedeutet, dass man sich selbst nicht belügt und das zu Ende bringt, was man angefangen hat. Es hat noch niemand seine Ziele erreicht, wenn er sie dauernd wechselt und keines davon wirklich verfolgt.

Wenn Sie in einer schwierigen Situation stecken und daran zweifeln, dass Sie ihr Ziel erreichen werden, denken Sie darüber nach, weshalb Sie angefangen haben. Überlegen Sie sich auch, welche Konsequenzen es hätte, wenn Sie das Ziel aufgeben würden. Wie würden Sie sich damit fühlen, dass Sie es niemals erreichen werden? Meist werden sich Menschen nach einer solchen Frage bewusst, was sie alles damit verlieren würden, wenn sie ihr Ziel aufgeben würden. Schon so einfache Fragen an sich selbst können dabei helfen, dass man beharrlich weitermacht und nicht aufgibt.

Warum uns Ziele beim Stressabbau helfen

Ich bin der Meinung, dass der Fokus auf einige wenige Dinge im Leben, die uns wirklich wichtig sind, unserem Leben weiterhin einen Sinn gibt. Dass uns das Leben sinnvoll erscheint, ist extrem wichtig dafür, wie glücklich wir sind. Und fühlen wir uns glücklicher, bedeutet das automatisch, dass wir uns weniger gestresst fühlen.

Die zwei Arten der Motivation, um Ihre Ziele zu erreichen

Motivation ist der Antrieb, der uns ermöglicht, dass wir unser Ziel erreichen werden. Je stärker wir motiviert sind, desto leichter fällt es uns, an unseren Zielen zu arbeiten. Man unterscheidet dabei zwischen zwei Arten von Motivation. Zum einen die Motivation aus Lust, zum anderen die Motivation aus Schmerz. Die Motivation aus Lust gibt uns Antrieb, weil wir uns zu etwas hinbewegen wollen. So finden wir beispielsweise Fußball sehr interessant und würden das gerne selber einmal ausprobieren. Also sorgt in diesem Fall die Motivation aus Lust dafür, dass wir uns in einem Fußball-Verein anmelden. Bei der Motivation aus Schmerz ist der Antrieb das genaue Gegenteil, wir wollen uns von etwas wegbewegen, etwas, das uns Schmerzen bereitet. So sorgt diese zum Beispiel dafür, dass wir uns im Fitnessstudio anmelden, weil wir uns zu dick fühlen oder wir wechseln unseren Job, weil wir zu viel Arbeit haben und dauerhaft gestresst sind.

Doch welche Art von Motivation ist denn jetzt besser?

Darauf kann man keine pauschale Antwort geben. Vorteil der Motivation aus Schmerz ist, dass sie reflexartig und schnell bereitgestellt wird. Das hat evolutionäre Gründe. Wenn unseren Vorfahren früher ein Säbelzahntiger begegnet ist, sorgte die Motivation aus Schmerz dafür, dass innerhalb kürzester Zeit alle Kräfte mobilisiert werden, die der Körper bereitstellen konnte, um abzuhauen. Der Nachteil ist allerdings, dass man seinen Geist mit negativen Gedanken beschäftigt, da man sich so zum Beispiel öfters selbst an seine stressige Arbeit erinnert.

Bei der Motivation aus Lust hingegen beschäftigen wir unseren Geist nur mit Dingen, an die wir gerne denken. Allerdings ist hier der Nachteil, dass diese schnell zusammenbrechen kann, wenn Hindernisse auf unserem Weg auftauchen. Ist unser Ziel also Fußballprofi zu werden und wir stoßen öfters auf Widerstände beim Aufsteigen in die nächsthöhere Liga, so kann man schnell die Lust verlieren und das Ziel nicht erreichen. Außerdem sind wir Menschen anfällig für das Phänomen der Langeweile. Wir neigen dazu, uns mit Begeisterung zum Beispiel in eine neue Sportart zu stürzen. Nach einiger Zeit wird es dann jedoch sicher passieren, dass wir manchmal überhaupt keine Lust haben zu trainieren. Dann ist es wichtig, sich immer wieder das mittel- oder langfristige Ziel vor Augen zu halten, damit wir nicht im jeweiligen Augenblick dem kurzfristigen Bedürfnis (z.B. auf dem Sofa sitzen zu bleiben) nachgeben.

Wie Sie langfristig motiviert bleiben

Jeder kennt es: Sie setzen sich ein Ziel und arbeiten hochmotiviert daran. Doch schon nach einigen Wochen verlieren Sie komplett die Motivation, weil Sie noch keine Ergebnisse bemerken. Um unser Ziel letztendlich auch zu erreichen, müssen wir dieses möglichst klar definieren, damit wir genau wissen, warum wir es verfolgen. Wenn wir uns immer wieder an unser Warum erinnern, minimieren wir die Wahrscheinlichkeit, dass unsere Motivation auf einmal zusammenbricht. Um unser Ziel zu erreichen hilft es auch, dieses als Weg zu definieren. Statt sich also als Ziel zu nehmen, dass man der beste Fußballer der Welt werden will, kann man auch sagen, man trainiert jeden Tag 10 Stunden. So klingt das Ziel direkt erreichbarer.

Erinnern Sie sich bewusst an Ihre Ziele

Um sich immer wieder an das langfristige Ziel zu erinnern, kann es hilfreich sein, ein Symbol zu finden, welches uns immer wieder daran erinnert (z.B. ein Poster unseres Lieblingsfußballers oder ein Fußball als Schlüsselanhänger. Solche Symbole nennt man auch „Primes“. Sie wirken unmittelbar auf unser Unterbewusstsein. Und genau dieses Unterbewusstsein ist es ansonsten oft, was uns – entgegen der bewussten Absicht bzw., des bewusst formulierten Zieles – dazu bringt, dem Ziel nicht zu folgen, sondern eher der momentanen Bequemlichkeit und Trägheit. Wenn Sie sich bei einem Ziel unsicher sind, hören Sie auf Ihr Bauchgefühl.

Es ist nicht schlimm, wenn Sie noch nicht wissen, wie genau Sie Ihr Ziel erreichen, der ausschlaggebende Punkt ist, warum Sie es erreichen wollen. Dann werden Sie auch einen Weg finden.

Leben Sie Ihre Ziele jetzt schon

Sie werden sich jetzt sicherlich fragen, wie zur Hölle Sie jetzt schon Ihre Ziele Leben sollen, denn Sie haben sie ja noch gar nicht erreicht. Was ich eigentlich damit meine ist, dass Sie Ihre Ziele gedanklich voll ausleben. Machen Sie es sich zur Gewohnheit, sich jeden Morgen etwas Zeit zu nehmen, um sich gedanklich vollkommen in die Welt Ihrer Ziele hineinzuversetzen. Dabei ist es wichtig, dass Sie alle Sinne verwenden, die Sie haben.

Um Ihnen zu erklären, was ich meine, tun wir einmal so, als wäre Ihr größtes Ziel, ein eigenes Ferienhaus am Strand der Malediven zu besitzen. Jeden Morgen stellen Sie sich nun vor, dass Sie dieses Ziel bereits erreicht haben. Stellen Sie sich vor, wie Sie im warmen Whirlpool auf Ihrer Dachterrasse liegen, dabei einen leckeren Cocktail trinken, dem Meeresrauschen zuhören und eine warme Brise an sich langsam vorbeiziehen lassen. Ihrer Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt. Dadurch, dass Sie das jeden Morgen machen, bleibt Ihr Ziel immer präsent in Ihrem Kopf und Sie werden es nicht aus den Augen verlieren.

Erstellen Sie sich ein Vision Board

Falls Sie ein visuell denkender Mensch sind, kann es helfen, sich ein so genanntes Vision Board zu erstellen. Dabei handelt es sich um ein simples White Board, auf das Sie Fotos anpinnen, die in Verbindung mit Ihrem Ziel stehen. Das könnte zum Beispiel ein Foto von Ihrem Traumkörper oder von dem Urlaubsort, den Sie unbedingt bereisen möchten, sein. Insgesamt ensteht so also eine Collage aus Bildern, die Sie motivieren. Das hilft dabei, dass Sie regelmäßig an Ihre Ziele erinnert werden und diese vor Augen haben. Wenn Sie dann eben noch ein eher visuell denkender Mensch sind, springt Ihr Gehirn besonders darauf an, was Ihnen regelmäßig Motivationsschübe verpasst. 

Definieren Sie Ihre Ziele klar und deutlich

Hier möchte ich Ihnen eine Checkliste ans Herz legen, die Sie immer berücksichtigen sollten, wenn sie sich ein Ziel setzen, um auch sicherzustellen, dass Sie es richtig definiert haben.

1. Setzen Sie sich klare Ziele

Die wichtigste Regel bei der Zielsetzung ist, dass Sie sich genau vorstellen müssen, wie Ihr Ziel aussieht. Stellen Sie sich genau vor, wie es sich anfühlt, wenn Sie es erreichen, was Sie dabei hören, was sie sehen, riechen und schmecken. Sie sollten es gedanklich perfekt vor Augen haben und versuchen, genau das Gefühl in Ihnen zu wecken, das Sie hätten, wenn Sie ihr Ziel erreichen.

2. Setzen Sie sich hohe Ziele

Sie sollten sich immer hohe Ziele setzen und diese dann in viele kleinere Teilziele bzw. Meilensteine unterteilen. Ein großes Ziel hat den Vorteil, dass man viel mehr Kräfte mobilisieren wird, um es auch zu erreichen. Selbst, wenn Sie ihr großes Ziel nicht erreichen sollten, werden Sie mit Sicherheit mehr erreicht haben, als Sie sich je bei einem kleinen Ziel erträumt hätten.

3. Fassen Sie Ihre Ziele in positive Worte

Ihr Ziel sollte nie negative Worte oder Verneinungen beinhalten. Es ist kein richtiges Ziel, nicht mehr zu rauchen oder zu trinken. Sagen Sie stattdessen, dass Sie in 3 Jahren beim ärztlichen Check kerngesund sein wollen.

4. Geben Sie Ihren Zielen einen Zeitrahmen

Es ist wichtig, einen Zeitraum zu definieren, in dem Sie das Ziel erreichen wollen. Dieser wird Sie immer wieder antreiben. Ohne bestimmten Zeitraum kann man schnell die Motivation verlieren, da man sich leicht denkt, dass man das Ziel ja sowieso noch irgendwann erreichen kann.

5. Vergleichen Sie nicht

Formulieren Sie Ihr Ziel immer so konkret wie möglich. Ihre Ziele sollten nicht lauten, dass Sie zum Beispiel besser Fußball spielen wollen, sondern definieren Sie, in welcher Liga Sie wann spielen wollen.

6. Achten Sie auf die Nachteile, die ihre Ziele haben

Überlegen Sie sich auch genau vorher, ob es Nachteile gibt, die auftreten, wenn Sie sich dieses Ziel setzen. Es könnte zum Beispiel ein Nachteil sein, dass Sie Ihre Familie und Freunde vernachlässigen, während Sie Ihr Ziel erreichen oder auch, wenn Sie es schon erreicht haben. Machen Sie sich so etwas bewusst und wägen Sie ab, ob es Ihnen das wert ist.

7. Definieren Sie Belohnungen

Versprechen Sie sich eine tolle Belohnung, wenn Sie ihr Ziel erreicht haben. Das spornt Sie immer wieder an. Das könnte zum Beispiel ein schöner Ausflug mit Ihren Liebsten oder ein schönes Abendessen in einem Restaurant sein. Seien Sie kreativ, Sie werden am besten wissen, was Ihnen am meisten Freude im Leben bereitet.