Schlaf

Warum ausreichend Schlaf so unglaublich wichtig ist

Jeder weiß, dass ausreichend Schlaf wichtig ist. Dennoch wird seine Wichtigkeit besonders bei Menschen, die überdurchschnittlich viel arbeiten, unterschätzt und nicht beachtet. Besonders auf Chefetagen kann man oft beobachten, wie sich Führungskräfte gegenseitig unterbieten wollen, wer weniger Schlaf hatte.

  • „Ich habe gestern noch bis 1 Uhr nachts im Büro gesessen und bin heute schon um 5 Uhr aufgestanden.“
  • „Ha! Ich habe die ganze Nacht durchgearbeitet, die 197 E-Mails mussten einfach abgearbeitet werden.“

Kennen Sie solche Gespräche? Oder fühlen Sie sich sogar selbst angesprochen? Dann sollten Sie schleunigst etwas dagegen unternehmen. Mit hoher Wahrscheinlichkeit sind Sie produktiver, wenn Sie täglich zumindest sieben Stunden schlafen, als wenn Sie regelmäßig nur sechs oder weniger Stunden schlafen. Natürlich ist die Schlafdauer sehr individuell. Sicherlich haben Sie auch schon mal den Begriff der „schlaflosen Elite“ gehört. Dabei handelt es sich um rund ein bis drei Prozent der Bevölkerung, die mit vier oder weniger Stunden Schlaf pro Nacht auskommen und sich fit fühlen.

Wie viel Schlaf Sie pro Nacht benötigen

Um das zu testen, nehmen Sie sich drei Tage, an denen Sie ausschlafen können (zum Beispiel im Urlaub oder über ein verlängertes Wochenende). An den ersten beiden Tagen werden Sie vermutlich überdurchschnittlich viel schlafen, da Sie aufgrund Ihrer stressigen Arbeit einen erheblichen Schlafmangel haben. Das können auch schnell mal zwölf oder mehr Stunden sein. Am dritten Tag achten Sie allerdings auf die Zeit, zu der Sie zu Bett gehen und schauen am nächsten Morgen, wenn Sie sich fit und munter fühlen, wie lange Sie geschlafen haben. Das ist die Zeit, die Ihr Körper pro Nacht an Schlaf benötigt. Diese Zeit sollten Sie auch an Arbeitstagen einhalten, um ein gesundes Leben zu führen und optimale Ergebnisse bei der Arbeit zu erzielen.

9 goldene Regeln, die Ihren Schlaf noch erholsamer machen

  1. Verzichten Sie auf einen Fernseher im Schlafzimmer. Dort sollte sich einzig und allein Ihr Bett und eventuell ein Nachttisch befinden.
  2. Gewöhnen Sie sich einen festen Schlafrhythmus an. Legen Sie sich eine Zeit fest, an der Sie aufstehen und eine, zu der Sie schlafen gehen. Das schafft eine Gewohnheit und Ihr Körper stellt sich automatisch auf Schlaf ein, wenn Ihre Einschlafzeit näher rückt.
  3. Trinken Sie keinen Alkohol oder Kaffee vorm Schlafengehen. Das sind beides Wachmacher, die Ihnen Schlaf rauben.
  4. Wenn sich in Ihrem Kopf noch ein Gedankenkarussell abspielt, schreiben Sie alles auf ein Blatt Papier, was Sie denken. Das schafft Klarheit in Ihrem Kopf und so nimmt man die Gedanken nicht mit ins Bett.
  5. Wenn Sie noch Hunger vorm Schlafengehen verspüren, gönnen Sie sich ruhig einen kleinen Snack. Achten Sie aber darauf, dass es keine zu große Mahlzeit wird, da der Körper sonst nachts einen hohen Verdauungsaufwand hat und nicht richtig zur Ruhe kommt.
  6. Wenn Sie einfach nicht einschlafen können, suchen Sie sich eine ruhige Tätigkeit (nicht im Internet surfen), bei der Sie entspannen können. Sie könnten zum Beispiel ein Buch lesen oder etwas aus Papier falten.
  7. Schaffen Sie die Uhrzeit aus Ihrem Sichtfeld. Jeder kennt es: Sie wachen nachts auf, um auf die Toilette zu gehen. Dabei fühlt es sich noch wie mitten in der Nacht an und Sie sind auch noch sehr müde. Doch nach einem Blick auf die Uhr stellen Sie enttäuscht fest, dass Sie nur noch wenige Minuten haben, bis Ihr Wecker klingelt. Um diese Enttäuschungen zu vermeiden, sollten Sie die Uhrzeit Ihres Weckers abdecken oder den Wecker unter Ihr Bett stellen.
  8. Sorgen Sie für eine Temperatur, bei der Sie sich wohlfühlen. Es kann auch helfen, vor dem Schlafengehen noch einmal richtig durchzulüften, um für frische Luft zu sorgen.
  9. Auch eine regelmäßige Motivation kann dabei helfen, ruhiger ins Bett zu gehen und demnach leichter einzuschlafen.